Haushalt 2017

Für den nicht so geübten Leser ist der Haushalt mehr oder weniger ein Zahlenfriedhof, mit dem er wenig anfangen kann. Deshalb haben wir ihn etwas aufbereitet, um das Wichtigste herauszustellen. 

 

Der Bürger muß wissen, über welche Finanzmittel verfügt die Gemeinde effektiv und kann sie daraus ihre Aufgaben finanzieren? Kommt sie mit ihrem Geld aus oder lebt sie über ihre Verhältnisse?

 

Im Ergebnishaushalt werden die Zuflüsse, z. B. Steuereinnahmen,  dem Verbrauch, z. B. Personalausgaben, gegenübergestellt. Hier wird also nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen auf ein Kalenderjahr bezogen gegenübergestellt, was an Vermögenszuwächsen zu verzeichnen ist und was an Vermögensverlusten eintritt. Das Ergebnis zeigt, ob die Gemeinde mit ihrem Geld auskommt oder ob sie mehr ausgibt als einnimmt, was auf Dauer nicht gut gehen kann.

 

Man sieht, der Haushalt 2017 schließt im Plan mit einem Minus von 78.500 € ab. 2016 stand hier noch ein Plus von 147.300 €, insgesamt also eine dramatische Verschlechterung von rund 225.00 € in einem Jahr. Das sind 2/3 eines normalen durchschnittlichen verfügbaren Haushaltes der Gemeinde Haverlah.

Man darf sich von macher Zahl nicht täuschen lassen. Die von der Gemeinde Haverlah verfügbaren Mittel, also das über was sie entscheiden kann, betragen im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 rund 300.000 €. Der Rest von den rund 1,3 Mio. € Gesamteinnahmen wird der Gemeinde durch Samtgemeinde-, Kreis- und Gewerbesteuerumlage abgezogen und ist unbeeinflußbar verloren, so daß wirklich verfügbar nur rund 300.000 € sind. 

 

Dem sind die notwendigen Aufwendungen gegenüber zu stellen. Auf der Ausgabenseite finden sich einige Fixposten, die die Gemeinde kaum beeinflussen kann. Das sind in erster Linie die Persoal- und Gebäudekosten. Allein für das Personal sind rund 60.000 € und an Abschreibungen rund 130.000 € aufzubringen. Der weitere Block von Sach- und Dienstelistungen mit rund 163.000 € enthält ebenfalls in der Masse Fixkosten, so daß das wirklich beeinflußbare Volumen relativ gering ist. Festgelegt sind ca. 250.000 bis 300.00 €. Damit enthält der Durchschnittshaushalt der Gemeinde Haverlah praktisch keinerlei Spielraum für zusätzliche Maßnahmen. 2016 sah das deutlich besser aus, weil die Einnahmen außerordentlich hoch waren. Damit kann man aber - wie der Ausblick bis 2020 zeigt - nicht fest kalkulieren.

 

Fazit: Die Gemeinde muß sich auf ihre wesentlichen Funktionen, wie z. B. die Unterstützung des Gemeinschaftslebens, konzentrieren.

 

Unter Liquiditätsgesichtspunkten haben wir derzeit keine Probleme. Der Gesamtfinanzhaushalt zeigt die Ein- und Ausgabeströme wie folgt:

 

 

Die Gemeinde Haverlah verfügt über genügend Liquidität, um das Minus des jahres 2017 finanzieren zu können. Wenn alles nach Plan läuft, hat sie am 31.12.2017 noch ein Finanzpolster von rund 340.000 .

 

Der Zufluß für Investitionstätigkeit ist der Zuschuß aus dem Dorfentwicklungsprogramm. Bei den Abflüssen ist das DGH-Steinlah der hauptposten. Die Finanzierung erfolgt mit 207.000 € aus dem Zuschuß und mit 290.000 € aus Eigenmitteln.

 

Im nächsten Jahr wird sich diese Baumaßnahme mit Abschreibungen in Höhe von 10.000 bis 20.000 € sowie zusätzlichen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten den  Ertragshaushalt belasten.

 

 

Weil der Haushalt 2017 durch eine Mehrheitsentscheidung gegen die CDU ein wichtiges Feld, das der Vereinsförderung, nicht ausreichend unterstützt, hat die CDU ihn abgelehnt.

 

Er hat folgende Fassung:

Haushalt der Gemeinde Haverlah in der Fassung des Ratsbeschlusses
GH-201-2017-Haushalt Haverlah-001 beschl[...]
PDF-Dokument [11.2 MB]

 

 

Die Debatte und unsere Argumente finden Sie unter

https://www.cdu-haverlah.de/ratssitzungen/gemeinderat-am-29-03-2017-mit-haushalt/

 

                         Ratssitzung

 

am 19.03.2019

 

die Inhalte stellen wir hier demnächst vor

 

vgl Ratssitzungen 20.11.2018

 

https://www.cdu-haverlah.de/ratssitzungen/gemeinderat-am-20-11-2018/

 

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© Jochen-Konrad Fromme