Der Gemeindehaushalt

 

Der Haushalt besteht im Prinzip aus zwei Teilen. Im Ergebnishaushalt werden die auf das laufenden Jahr bezogenen Einnahmen dem Werteverbrauch gegenüber gestellt. Das ist der betriebswirtschaftliche auf das Haushaltsjahr bezogene Teil. Im Finanzhaushalt werden die Zahlungsströme und die Vermögensveränderungen, die im wesentlichen aus den Investitionen bestehen, in zeitlicher Reihenfolge dargestellt.

 

Die Verbindung besteht darin, daß der Werteverzehr am investierten Vermögen in Form von Abschreibungen als Verbrauch (Aufwand) im Ergebnishaushalt erwirtschaftet werden muß. Künftige Lasten, wie z. B. Pensionszahlungen, müssen im Ergebnishaushalt als Aufwand durch den Aufbau von entsprechenden Rückstellungen ebenfalls finanziert werden. Wenn zum Beispiel ein Auto gekauft wird, ändert sich die Vermögenslage zunächst nicht. S wird nur das Geldvermögen gegen Autovermögengetauscht. Wenn das Auto dann benutzt wird, verliert es durch Abnutzung an Wert. Dies wir im Haushalt dadurch abgebildet, daß in der Ergebnisrechung Abschreibungen als Aufwand eingestellt werden und im Finanzhaushalt wird der Wert des Autos entsprechend vermindert.

 

Entscheidend für die Finanzkraft ist die Tatsache, daß der Ergebnishaushalt auf Dauer ausgeglichen ist. Das bedeutet, daß alle laufenden Aufwände aus laufenden Erträgen, wie z. B. Steuern, Gebühren und Beiträgen, finanziert werden können.

 

Da man den Ablauf des Haushaltsjahres zum Zeitpunkt der Aufstellung nicht ganz genau vorhersehen kann, wird das Ergebnis vom Plan abweichen. Läuft das Jahr besser als geplant, wird der erwirtschaftete Überschuß der Überschußrücklage zugeführt (§110 Abs. 6 Satz 2 NKomVG) und steht in den Folgejahren zur Finanzierung des Ergebnishaushaltes zur Verfügung, wenn es einmal schlechter läuft als geplant. Überschußrücklagen dürfen nur in Eigenkapital umgewandelt werden, wenn keine aufgelaufenen Fehlbeträge aus Vorjahren abzudecken sind und im Zeitraum der Finanzplanung kein Fehlbetrag zu erwarten ist.

 

Investitionen laufen außerhalb der Erfolgsrechnung. Sie werden als Veränderungen innerhalb der Finanzrechnung nachgewiesen. Allerdings muß man als Folge jeder Investition die zukünftig anfallenden Abschreibungen und sonstigen Folgekosten in die künftigen Ergebnisrechnungen einbeziehen. Wenn also z. B. ein Dorfgemeinschaftshaus mit einer Investition von 500.000 € gebaut wird, sind in die künftigen Erfolgsrechungen mit der Inbetriebnahme Abschreibungen in Höhe von 3,3 % (Nutzungsdauer 30 Jahre) oder 16.500 € sowie Heizkosten von 6,00 bis 11,00 €/Jahr und m², ca. 2.500 €, sowie Reinigung, Hausmeister mit 450 €/Monat und Schönheitsreparaturen von 5000,00 € (1 %) laso ingesamt rund 30.000,00 € einzukalkulieren.

 

Um die dauernde Leistungsfähigkeit der Gemeinde zu ermitteln, werden im Rahmen der 5-jährigen Finanzplanung laufende Erträge und laufende Aufwendungen über einen Zeitraum von 5 Jahren gegenübergestellt. Dabei sind die Entwicklungen auf beiden Seiten der Rechnung sorgfältig zu ermitteln.

 

Wenn also im laufenden Haushaltsjahr der Erfolgshaushalt ausgeglichen ist und eine Investition durchgeführt wird, müssen in den Folgejahren die Aufwendungen um die Folgekosten angehoben werden. Wenn ihnen keine steigenden Erträge (in der Regel Steuereinnahmen) gegenüberstehen, muß es zu Abgabenerhöhungen kommen.

 

                         Ratssitzung

 

am 19.03.2019

 

die Inhalte stellen wir hier demnächst vor

 

vgl Ratssitzungen 20.11.2018

 

https://www.cdu-haverlah.de/ratssitzungen/gemeinderat-am-20-11-2018/

 

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© Jochen-Konrad Fromme