Ratsmehrheit lehnt Hilfe bei Hochwasser ab

Wer schon einmal Wasser im Keller hatte, weiß wie schlimm das ist. Die Feuerwehr hilft. Aber ihre Pumpen sind für den Feuerschutz konstriert und können das Wasser nicht vollständig abpumpen.

Nach dem Vorbild der Gemeinde Heere wollte die CDU die Beschaffung eines Wassersaugers als Dienstleistung der Gemeinde - nicht der Feuerwehr - für in Not geratene Bürger. Eine solche Maschine hatte sich gerade in Haverlah bei dem überfluteten Keller einer älteren Einwohnerin in Haverlah bewährt. Das Gerät einer privaten Firma war zufällig in Haverlah als deren Keller unter Wasser stand.

Aufmerksam gemacht durch dieses Ereignis und eine Zeitungsmeldung über Heere wollte die CDU ein solches Gerät für die Gemeinde Haverlah beschaffen. Bedienen sollte es die Feuerwehr, die in solchen Fällen ohnehin vor Ort ist. Leider lehnt die Ratsmehrheit einen entsprechenden Antrag ab, weil angeblich der Antrag auf dem „Dienstweg“ für eine solche Beschaffung an die Samtgemeinde als Träger der Feuerwehr gerichtet werden müsste. Das ist falsch.

Der Antrag wurde bewußt – wie in Heere - an die Gemeinde gestellt. Wir wollen das als "freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe". Das Absaugen der letzten Wassermengen, zu dem die für den Feuerschutz konstruierten Pumpen aus technischen Gründen nicht in der Lage sind, gehört nicht zu der durch Normen vorgeschriebenen Feuerwehrausstattung und dementsprechend nicht in den Pflichtenkreis der Samtgemeinde als Träger der Feuerwehr. Deshalb kann die Finanzierung von der Samtgemeinde nicht erwartet werden.

Schade, daß die Beschaffung von der Ratsmehrheit verhindert wurde. Hoffen wir, daß in der Zeit der dadurch entstandenen Verzögerung niemand einen überfluteten Keller erleidet.

Um den Antrag nicht in eine politische Auseinandersetzung kommen zu lassen, verzichtete die CDU auf einen eigenen Antrag und überließ dies der Feuerwehr. Der Ortsbrandmeister hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Aus der Formulierung des Antrages, der nicht an die Ratskollegen gerichtet ist, ist eindeutig zu erkenne, daß er den Antrag als Ortsbrandmeister und nicht als Ratsmitglied gestellt hat, wie ein Ratsmitglied richtig feststellte. .

 

                        Feuerwehr Haverlah

Wenn nachaltig in den jetzigen Bestand des alten Sportheimes eingegriffen und der Feuerwehr Räume für Zwecke der Dorfgemeinschaft weggenommen werden, droht dem Feuerwehrgerätehaus der Verlust des baulichen Bestandsschutzes. Das heißt, es darf ohne neue Räume nicht mehr von der Ortsfeuerwehr benutzt werden.

 

Dann wir ein Neubau erforderlich, weil sich dies in dem vorhandenen Restbestand dann nicht mehr umsetzen läßt. Ein Neubau geht in die Millionen, wie das Beispiel Heere beweist.

 

Die CDU will auf jeden Fall vermeiden, daß erst mit einem Millionenaufwand ein Dorfgemeinschaftshaus gebaut wird und anschließend ein neues Feuerwherhaus ebenfalls mit Millionenaufwand. Dann stehen nebeneinander zwei Gebäude mit vergleichbarem Raumbestand und vergleichbarer Technik. Auch wenn die Feuerwehr Sache der Samtgemeinde ist, bezahlen wir dies über die Samtgemneindeumlage am Ende doch.

 

Deshalb lautet die Konsequenz der CDU: Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehr werden gemeinsam geschaffen. Das bedeutet: Eine Heizung, einmal großer Gemeinschaftsraum, einmal Sanitäranlagen und einmal Parkplätze und einmal Außenanlagen. Dazu die speziellen Teile für beide. Das gehört in ein Konzept. Die Kosten müssen zwischen Samtgemeinde und Gemeinde geteilt werden. Am Ende wird das für beide preiswerter und stellt eine dauerhafte Lösung dar.

 

Wenn man das Konzept richtig gestaltet, kann die Umsetzung stufenweise erfolgen.

 

 

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© Jochen-Konrad Fromme